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Solidarität durch Inklusion - ohne Vorbehalt!

STELLUNGNAHME zu intensivmedizinischen Entwicklungen

Die Mitglieder des Sprecher*innenrates und weitere Genoss*innen nehmen die COVID-19-Pandemie und die damit in Zusammenhang stehende Befürchtung, dass die intensivmedizinischen Kapazitäten nicht hätten reichen können, zum Anlass, generell zur Frage von Selektion im Rahmen intensivmedizinischer Entwicklungen Stellung zu beziehen. Diese Stellungnahme wird am 6. Juni im Parteivorstand diskutiert werden. Dem Parteivorstand liegt zudem ein Antrag vor, die vom Bundesparteitag 2018 beschlossene Ethik-AG unverzüglich zu berufen.

 

Solidarität durch Inklusion ohne Vorbehalt

STELLUNGNAHME zu intensivmedizinischen Entwicklungen

Wir nehmen die COVID-19-Pandemie und die damit in Zusammenhang stehende Befürchtung, dass die intensivmedizinischen Kapazitäten nicht hätten reichen können, zum Anlass, generell zur Frage von Selektion im Rahmen intensivmedizinischer Entwicklungen Stellung zu beziehen. Nach unserer Auffassung wird an der aktuellen Debatte um die so genannte Triage deutlich, dass es sich hierbei keinesfalls nur um die Frage der Priorisierung bei der Behandlung von COVID-19-Patient*innen handelt. Der Begriff der Triage stammt ursprünglich aus der Militärmedizin und war nicht negativ belegt, denn er stellte erst einmal nur fest, wer als Erster versorgt werden musste. Angesichts der COVID-19-Pandemie hat sich daraus aktuell eine Lebenswert-Diskussion im Allgemeinen entwickelt und viele Menschen – besonders alte, kranke und behinderte – sind zutiefst besorgt darüber, dass eine Einteilung in „lebenswertes“ und „lebensunwertes“ Leben wieder möglich werden könnte.

Wir teilen diese Befürchtung, denn wir begreifen die Ereignisse, die rund um die COVID-19-Pandemie zur Debatte um die Triage führten, als ein Ausdruck dessen, was sich gegenwärtig insgesamt in der Gesellschaft vollzieht:

Die ganze Stellungnahme findet Ihr hier

Offener Brief zur Schliessung der WfbM

Schnelles und unkompliziertes Handeln ist notwendig

 

Sehr geehrter Herr Heil,

sehr geehrte Ministerinnen, sehr geehrte Minister,

 

mit großer Sorge nehmen die Mitglieder des Sprecher*innenrates der BAG Selbstbestimmte Behindertenpolitik der Partei DIE LINKE zur Kenntnis, dass offenbar Werkstätten für Menschen mit Behinderungen (WfbM) in vielen Bundesländern auch am Mittwoch dieser Woche noch geöffnet waren. Während das öffentliche Leben aufgrund der Ausbreitung des Corona-Virus in Deutschland fast vollständig zum Erliegen kommt und Einrichtungen wie Kindergärten, Schulen, Kinos sowie Schwimmbäder, aber auch Jugendzentren, Altenclubs, Begegnungsstätten und sogar Pflegeeinrichtungen präventiv geschlossen werden, sollen Menschen mit Behinderungen in den Werkstätten weiterarbeiten. Unserer Auffassung nach kann es nicht sein, dass gerade die Menschen, die verschiedenen Risikogruppen angehören und von den Folgen einer Infektion in erhöhtem Maße betroffen sein könnten, weiter auf zum Teil engstem Raum zusammenarbeiten sollen.

Den ganzen offenen Brief findet Ihr hier: