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Inkluisonsbetriebe mit öffentlichen Aufträgen unterstützen!

Inklusionsbetriebe durch die Coronakrise besonders betroffen

Gemeinnützige Unternehmen sind von der Corona-Krise und den wirtschaftlichen Folgen besonders betroffen. Viele Inklusionsbetriebe sind gemeinnützig. Aber es gibt bisher keinen „Rettungsschirm“ für gemeinnützige Unternehmen, auf die Kredite der KFW-Bank haben gemeinnützige Unternehmen keinen Zugriff.

Seit Jahren bemüht sich der Landschaftsverband Westfalen-Lippe, den Aufbau von Inklusionsunternehmen zu unterstützen, z.B. durch eine Messe der Inklusionsunternehmen oder die Mitfinanzierung einer Beratungsstelle für Inklusionsunternehmen bei der Handwerkskammer Münster. Es wurde eine gute und wachsende Struktur in diesem Bereich geschaffen und damit eine Alternative zur Werkstatt für Menschen mit Behinderungen. Viele dieser Unternehmen sind gemeinnützig. Diese Struktur ist jetzt in Gefahr.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Inklusionsfirmen hat am 25. Mai die Ergebnisse einer Umfrage zu den Auswirkungen der Corona-Krise bei Inklusionsfirmen veröffentlicht, an der sich mehr als 400 Unternehmen beteiligt haben. Das Ergebnis dieser Umfrage ist, daß viele Unternehmen massive Einnahmeverluste haben, eine angeschlagene Liquidität und um die Existenz ihres Unternehmens fürchten. Dadurch könnten Hunderte von Menschen mit Behinderungen ihren Arbeitsplatz verlieren. (https://www.faf-gmbh.de/wp-content/uploads/2020/05/20-0525_Final-Bund-Statistiken_Corona.pdf)

Eine gute Möglichkeit, Inklusionsbetriebe in dieser Zeit zu unterstützen und auch langfristig dort mehr Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen zu schaffen ist die Vergabe von Aufträgen durch die Städte und Kreise an Inklusionsbetriebe. Nach § 224 SGB lX, (2) - Vergabe von Aufträgen durch die öffentliche Hand – sollen Aufträge, die von Inklusionsbetrieben durchgeführt werden können, bevorzugt an diese Inklusionsbetriebe angeboten werden.

Die Fraktion DIE LINKE im Kreis Recklinghausen hat deswegen den Antrag gestellt, die bevorzugte Auftragsvergabe an Inklusionsbetriebe zu nutzen und ausbauen, um Menschen mit Behinderungen ihren Arbeitsplatz zu erhalten und um in Zukunft mehr tariflich bezahlte und sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze in Inklusionsbetrieben zu schaffen.

Bitte informiert Eure Linke Fraktion in der Stadt und im Kreis oder Eure Ratsmitglieder und Kreistagsmitglieder über diesen Antrag und bittet sie, den Antrag auch bei Euch in der Stadt und im Kreis zu stellen.

Den Antrag findet Ihr hier